Zweitgrößte Ostfriesische Insel
Die Insel Norderney ist die zweitgrößte der ostfriesischen Inseln.
Mehrere Bereiche in der Inselmitte sowie der gesamte östliche Teil Norderneys, insgesamt 85 Prozent der Inselfläche, gehören zum Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer und somit seit dem Juni 2009 zum UNESCO Weltnaturerbe.
Erstes Deutsches Nordseeheilbad
Die Insel, die 1797 zum ersten Deutschen Nordseeheilbad ernannt wurde, beherbergte in den vergangenen Jahrhunderten Deutsche Kaiser und verschiedene Größen der Europäischen Politik, die in den Heilbädern und den weiten Stränden Entspannung zwischen den hitzigen Debatten suchten.
Heute bietet die Insel seinen Gästen in diesem historischen Ambiente unberührte Natur und das raue Klima der Nordsee - fernab von jeglichem Alltagsstress und der Hektik des urbanen Stadtlebens. Wer sich nach einigen Tagen in der Natur doch wieder nach dem Trubel, der Geschäftigkeit und den Angeboten des Stadtlebens sehnt, findet im Stadtzentrum rund um das Conversationshaus zahlreiche Boutiquen und Buchläden.
Besagtes Conversationshaus liegt ganz in der Nähe des Haus am Meer. Dieses beinahe 200 Jahre alte Kurhaus gehört zu den bedeutendsten Profanbauten in ganz Norddeutschland. Im frisch renovierten Gebäude findet der Besucher eine lichtdurchflutete Innenhalle, in der sich die Touristinformation mit NorderneyCard-Servicestelle, Veranstaltungsservice und Zimmervermittlung befindet. Hier kann man gemütlich Platz nehmen, Gesellschaftsspiele spielen, an den Computern im Internet surfen oder seine E-Mails abrufen. Ein weiteres Highlight ist der Shop „1837 Norderney“ des Hotels Seesteg, in dem die Besucher stilvolle Mitbringsel und sonstige Wohnaccessoires erwerben können. Des Weiteren gibt es eine Bar, ein Café und eine Bibliothek mit Lesesaal und Kamin in den neuen Räumlichkeiten.
In direkter Nachbarschaft zum Conversationshaus findet der Inselgast mit dem Badehaus ein ebenfalls geschichtsträchtiges Gebäude. In dieser 1931 im Stile des Bauhaus geschaffenen Wellness-Oase können auf mehr als 8.000 qm Meer und Wasser beim Schwimmen oder bei einer der zahlreichen Anwendungen bewusst erlebt werden. Seit der Neueröffnung des Badehauses im Jahr 2007 bietet das Badehaus einen Spa- und Thalassobereich, der sich an den Elementen Feuer und Wasser orientiert. Insbesondere für Familien dürfte aber der Wellenbad-Bereich des Badehauses von größerer Bedeutung sein. Wichtig ist hierbei zu erwähnen, dass die verschiedenen Angebote des Badehauses jeweils separat gebucht werden können.
Vom Stadtkern aus in Richtung Osten, im Herzen der Insel, befindet sich der Golfclub Norderney. Dieser wurde 1927 gegründet und zählt somit zu den ältesten Clubs in Deutschland. Besonders beliebt ist dieser bei Golfern, da dieser 9-Loch-Platz der einzige Dünengolfplatz (Links-Course) in ganz Deutschland ist. Mit seinen hochgelegenen Abschlägen, kleinen und damit schwierig anzuspielenden Grüns sowie dem vorhandenen Seewind aus wechselnden Richtungen, erinnert er stark an typische Links-Courses im Mutterland des Golfsports - Schottland.
Ebenfalls in der Mitte der Insel, in direkter Nähe zu Golf- und Inselflugplatz, liegt auf einer Düne der Leuchtturm Norderney. Dieser achteckige Turm wurde zwischen 1871 und 1874 aus massiven roten Ziegeln gebaut. Er erfreut sich seit dem Jahr 2006 besonderer Beliebtheit, da die Inselgäste seitdem in der Hauptsaison auf den Leuchtturm steigen können. Oben angekommen bietet die Aussichtsplattform einen einmaligen Ausblick über die gesamte Insel und ermöglicht an guten Tagen sogar im Westen den Blick auf Borkum mit seinen Leuchttürmen und im Osten auf Langeoog und Spiekeroog. Spannend ist der Norderneyer Leuchtturm seit kurzem auch für alle Philatelisten, denn am 2. Juli 2009 brachte die Post eine Sonderbriefmarke mit dem Bild des Norderneyer Leuchtturms im Wert von 45 Cent in der Serie Leuchttürme heraus.
Nach dem erfolgreichen Erklimmen der 253 Stufen des Norderneyer Leuchtturms ist es Zeit, bei einem kalten Erfrischungsgetränk oder einer Kaffeespezialität neue Kraft zu sammeln. Nord-östlich des Leuchtturms, am herrlichen Ostbadestrand gelegen, findet man nach einem Fußmarsch durch den Norderneyer Birkenwald das Restaurant Weisse Düne. Dieses macht, mitten in einer unberührten Dünenlandschaft gelegen, seinem Namen alle Ehre. Ob Lunch, Kaffee oder Dinner – das Team der Weissen Düne bietet in seiner „Inselhütte“ alles gegen den großen und kleinen Hunger. Angekommen können es sich die Gäste im Restaurant gemütlich machen oder auf der Außenterrasse den Blick in die Dünen richten. Besonders empfehlenswert sind hier der hausgemachte Beachburger mit Kartoffelwedges und die marinierten Krabben mit dem äußerst leckeren Hausdip.
Nach dem der Akku in der Weissen Düne wieder aufgeladen wurde geht es jetzt am Ostbadestrand zurück zum Hotel Haus am Meer. Eine tolle Dünenlandschaft direkt an der rauen Nordsee spricht für den Rückweg entlang der Strandpromenade im Norden der Insel (ca. 5 km).
Ebenfalls lohnenswert ist aber auch der Rückweg über die Südseite der Insel, vorbei an Hafen, Fähranleger und dem gesamten süd-westlichen Ende der Insel (ca. 6 km).
Bevor man sich dann zurück ins Hotel begibt sollte man unbedingt noch in der Milchbar einkehren. Dieser „Place-to-be“ für Jung und Alt, der von den Medien schon als „Café del Mar“ der Nordsee bezeichnet wurde, ist besonders bekannt für die hier zu beobachtenden grandiosen Sonnenuntergänge. Diese können sowohl durch die riesigen Panoramafenster aus Restaurant und Bar, oder besser noch von den Liegestühlen auf der Terrasse bei einem kühlen Cocktail bestaunt werden. In den Wintermonaten kann die tolle Aussicht am offenen Kamin genossen werden, so dass jede Saison seinen ganz eigenen Charme für die Gäste der Milchbar versprüht.
Für alle, die nach einem solch ereignisreichen Tag noch nach einem coolen Club suchen bietet die Milchbar in unregelmäßigen Abständen Clubnights. Ebenso oft kommen in der Milchbar aber auch Kulturfreude auf Ihre Kosten, wenn hier spannende Lesungen von verschiedensten Autoren stattfinden.
Für alle anderen Gäste heißt es aber höchstwahrscheinlich jetzt: Zurück ins Haus am Meer und in den geräumigen Betten die beanspruchten Beine hochlegen und den tollen Tag an der salzigen Nordseeluft noch einmal Revue passieren lassen.
Hotel Haus am Meer Norderney · Telefon + 49 (0) 49 32/89 30 · info@hotel-haus-am-meer.de